Wir sind bald zurück – mit vielen Neuigkeiten und neuen Produkten im Gepäck ♻️🎉

Bärlauch selbst sammeln und verarbeiten

Mai 04, 2022

Bärlauch selbst sammeln und verarbeiten

Wer dieser Tage im Wald spazieren geht, dem steigt eventuell ein würziger Duft in die Nase. Vor allem an schattigen Plätzen kann es intensiv nach Knoblauch riechen. Hier wächst Bärlauch. Es lohnt sich, ein paar Blätter mitzunehmen, denn Bärlauch - oder wilder Knoblauch genannt - hat ein unverwechselbares Aroma und schmeckt toll zu Pasta oder Kartoffeln. 

Der Bärlauch ist ein echter Frühlingsbote: Die Bärlauch-Saison beginnt etwa Mitte März und endet mit der Blüte Mitte Mai. Wer in dieser Zeit dem Bärlauch begegnet, kann sich freuen und direkt ein paar Blätter mitnehmen, auch die Knospen sind sehr schmackhaft. Am bestenimer nur so viel Bärlauch mitnehmen, wie man später auch verarbeitet kann - sodass sich  auch andere darüber freuen können. Für den Bärlauch ist es ideal wenn man nur ein paar Blätter pro Pflanze nimmt, so kann sich die Pflanze Bärlauch wieder erholen. 

Achtung, Verwechslungsgefahr! 

Bärlauch hat in der freien Natur zwei Doppelgänger: Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Beide sind leider giftig, deswegen auf keinen Fall verwechseln! Wer Bärlauch sammeln möchte, sollte sich deswegen über die Unterschiede der beiden Doppelgängern informieren. Die Blattunterseite des Bärlauch ist matt, die Blätter riechen intensiv nach Knoblauch und die Blätter wachsen einstielig. Maiglöckchen haben eine glänzende Blattunterseite, ihre Blätter haben einen neutralen Duft und es wachsen immer zwei Blätter an einem Stiel. Auch an den Blüten kann man Bärlauch und die giftigen Maiglöckchen unterscheiden: Die Blätter der Maiglöckchen sehen aus wie kleine Kugeln (Glöckchen), die Bärlauchblüten ähneln kleinen Weihnachtssternen. Bei Herbstzeitlosen wachsen aus einem Stiel mehrere Blätter, ihre Blätter glänzen auf beiden Seiten und riechen eher bitter. Herbstzeitlose blühen außerdem im Herbst. 

Was tun mit Bärlauch? 

Hat man dann den Bärlauch identifiziert und eingesammelt, gibt es In der Küche eine Menge Verwertungsmöglichkeiten. Die einfachste ist bestimmt, das Kraut gründlich zu waschen, grob zu hacken und mit Quark zu verrühren. Zu neuen Kartoffeln schmeckt dieser Kräuterquark wunderbar frühlingshaft. Genauso schnell geht es, die gewaschenen und gehackten Blätter unter frisch gekochte Spaghetti zu heben. Etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer darüber und schon habt ihr ein leckeres Feierabendgericht.

Die knoblauch-feine Würze des Bärlauch passt auch zu vielen anderen Gerichten: Rühreier oder Omelett, Suppe, Kräuterbutter oder Bärlauch-Risotto. Grundsätzlich schmeckt der wilde Knoblauch am besten, wenn er frisch verarbeitet und nicht erhitzt wird. Deswegen Bärlauch auch bei warmen Speisen erst kurz vor dem Servieren unterrühren und nicht kochen, so bewahrt er sein Aroma. 

Wer sich das besondere Aroma des Bärlauch fürs ganze Jahr konservieren will, der kann ihn zu Pesto oder Bärlauchöl verarbeiten: